CABIN FEVER 2: Der Gipfel der Langeweile


. * Titelmelodie * 2002 erschien mit “Cabin Fever”
der Debutfilm von Schauspieler, Regisseur, Drehbuchautor
und Produzent Eli Roth. Die meisten dürften
den Amerikaner als “Bärenjuden” aus Quentin Tarantinos
“Inglourious Basterds” kennen. Oder als Regisseur
des Torture-Porns “Hostel”. “Cabin Fever” konnte seinerzeit
weder die Zuschauer noch die Kritiker so richtig aus den Socken hauen. Trotzdem konnte er bei
einem Budget von 1,5 Mio. US-Dollar ganze 30 Mio. wieder einspielen und das steigerte
seinen Bekanntheitsgrad enorm. Natürlich musste mit “Cabin Fever 2
– Spring Fever” ein Sequel her. Das ließ sich aber ganze
sieben Jahre Zeit, kam direct to DVD und nicht mal Eli Roth schien
richtig Bock auf den Film zu haben. Denn der Regisseur hatte
absolut nichts mit dem Film am Hut. Mir kommt heute aber die Ehre zuteil,
dieses Meisterwerk zu reviewen, da ich die 7. Folge
unseres Quizformats “Hund aufs Herz” verloren hab. Ob mich der Film genauso
begeistern wird wie sein Vorgänger, erfahrt ihr in diesem Video. Damit heiße ich euch
herzlich willkommen zu einer fantastischen Strafkritik. Mit dem noch fantastischeren Jonas, hier auf dem wundervollfantastischen
Film-, Serien- und Comickanal “Cinema Strikes Back”. Die Handlung von “Cabin Fever 2” startet kurz nach
dem Ende des ersten Teils. Wer den aber noch nicht gesehen hat,
hier die Story im Schnelldurchlauf. Fünf Hochschulabsolventen
mieten eine Hütte im Wald und werden nach und nach Opfer
einer fleischfressenden Krankheit. Die wird durch
Körperflüssigkeiten übertragen und streckt seine Opfer
in kürzester Zeit nieder. Lepra auf Speed, quasi. “Cabin Fever – Spring Fever”
setzt dann genau hier an. Nur einer der Jugendlichen
konnte die Krankheit und die schießwütigen Anwohner
überleben und flieht aus dem Wald. Das hilft ihm aber wenig,
denn er wird in den ersten Minuten von einem Schulbus überfahren
und zerfetzt. So nimmt das Schicksal seinen Lauf. Die Krankheit verbreitet sich weiter
in einer anliegenden Highschool, in der der Abschlussball
kurz bevorsteht. * Musik * Ich konnte mit dem ersten
“Cabin Fever” bis auf den Look, einige wenige Gags und die letzten,
blutigen 20 Minuten wenig anfangen. Mich langweilte der Film,
obwohl er im Director’s Cut gerade einmal 94 Minuten lang ist. “Tolle Voraussetzungen”,
dachte ich mir dann, als es dann Zeit war,
den zweiten Teil zu schauen. Gerade bei Horrorfilmen,
bei denen das Erstlingswerk noch einen bestimmten Catch oder
ein Alleinstellungsmerkmal hat, sind Sequels meist nur
lieblose Cashgrabs und totale Grütze. Noch besser ist es wohl, wenn der
Mann nicht mehr beim Film mitwirkt, der im ersten Teil noch
Regie, Drehbuch, Produktion und sogar einen Cameoauftritt
beisteuerte. In “Cabin Fever 2”
führt nämlich nicht Eli Roth Regie, sondern Ti West. Übermäßig bekannt ist
der amerikanische Filmemacher nicht. In seiner Filmografie
finden sich aber viele Horrorfilme und Episoden von Horrorserien. Wahrscheinlich hat es dem Film
aber auch nicht geholfen, dass die Produzenten
die offizielle Schnittfassung zu verantworten haben
und teilweise Nachdrehs orderten. Ohne die Zustimmung von Ti West. Sowohl Ti West als auch Eli Roth haben sich von dieser offiziellen
Schnittfassung distanziert. Es gibt sogar so etwas
wie eine Metaebene in dem Film. Denn an einer Stelle
wird im Film von einem… von einer Fortsetzung geschwärmt,
wo es dann heißt: “Es ist die heftigste
Fortsetzung aller Zeiten, in 26 Ländern verboten.” Diese Szene kam
etwa zur Hälfte des Films und da hab ich mir schon gewünscht,
in einem dieser 26 Länder zu sein. Und dass das betreffende Sequel
“Cabin Fever 2” ist. Ich konnte dem Film
einfach nichts abgewinnen. “Cabin Fever 2” ist so ein Film, den ich nächste Woche
vergessen haben werde. Ein Film, der mich
noch nie interessiert hat. Aus einer Filmreihe,
die mich noch nie interessiert hat. Für mich war es schlicht und
ergreifend verschwendete Lebenszeit. Es gibt die typische 08/15-
Highschool-Erzählung mit dem Loser, seinem besten Freund,
seiner Flamme und dem Bully, der mit der Flamme zusammen ist. Das hat man schon tausendmal gesehen und tausendmal hab ich’s auch
schon besser gesehen als hier. Aber ganz so kacke
fängt der Film gar nicht an. Direkt in den ersten Minuten
spritzt das Blut und Körperteile
fliegen durch die Gegend. Ein weiterer kurzer Lichtblick
war das animierte Intro, das im Comicstil gehalten wurde. In dem wurde erzählt, wie sich
die Krankheit weiterverbreitet. Blöd nur, dass das Intro
so hässlich war, als habe es ein Fünfjähriger
mit gebrochenen Fingern gezeichnet und animiert. Ich bin Fan davon, wenn ein Film
einen direkt in die Handlung wirft. Doch alles, was nach den ersten
Minuten und dem Intro folgt, ist einfach nicht erwähnenswert. Die bescheuerte Handlung
wird von den dämlichsten, primitivsten und peinlichsten
Dialogen aller Zeiten vorangetrieben. Hier sind Frauen nur “Schlampen,
die gebumst werden wollen”. Diese werden mit “Baby” angesprochen und es geht ständig nur
um diesen und jenen Schwanz. Hier wären selbst die Beschreibungen
“infantil” oder “pubertär” eine Beleidigung
für die jeweiligen Worte. Aber schafft es “Cabin Fever 2”
vielleicht mal irgendwann, ein bisschen Spannung zu erzeugen? Oder sieht man wenigstens
irgendwo mal einen Spezialeffekt, der nicht ganz misslungen ist? Die kurze Antwort darauf
könnt ihr euch wohl schon denken. Natürlich nein. Das Einzige, was der Film
nicht komplett verhunzt hat, sind einige wenige Ekeleffekte. Wirklich realistisch
sehen die aber auch nicht aus. Man sieht u.a. einen Penis, aus dem Blut und eine undefinierbare
andere Flüssigkeit läuft. Jemand pinkelt Blut schön
in die Bowle des Abschlussballs und ständig sieht man
halb zerfressene Körperteile. Ob man diesen Ekelfaktor
jetzt als Kompliment sehen will, bleibt jedem selbst überlassen. Mein Ding ist es jetzt nicht. Da würde ich mir eher noch
das Dschungelcamp anschauen z.B. Von mir bekommt “Cabin Fever 2”
ganze 2 von 10 Punkten. Manche werden nach dieser Kritik
aber wohl fragen: “Warum hat er jetzt
nicht nur einen gegeben?” Ganz einfach. Dieser Film hat mich einfach
nicht wirklich wütend gemacht, sondern er ist mir
im Nachhinein einfach egal. Keine der Szenen hat sich negativ
in meinen Kopf gebrannt. Ich kann an einer Hand abzählen, wie
oft ich beim Schauen gelacht habe. Genau drei Mal. Bei einer Laufzeit von 87 Minuten sind das übrigens
exakt alle 29 Minuten. Ich ahne übrigens auch schon, dass ich in einigen Monaten den Film
komplett vergessen haben werde. Spart euch lieber eure Lebenszeit und schaut weiter Videos
auf “Cinema Strikes Back”. Schaut euch die letzte Strafkritik
von Marius zu “United Passions” an. Oder schaut unsere letzte Folge
“Hund aufs Herz”. Abonniert unseren Kanal, um
keines unserer Videos zu verpassen. Und ich hoffe, wir sehen uns
bald wieder hier auf CSB. Mit mir, dem Jonas, dem Jogas! Untertitel: ARD Text
im Auftrag von Funk (2019)

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